Klare Erwartungen an Politik und Verwaltung vor den Haushaltsberatungen 2027/2028
Die Allianz Kölner Sport, ein Netzwerk aus Vereinen und Institutionen des Breiten-, Leistungs-, Profi- und Gesundheitssports, das unter Federführung des Stadtsportbundes Köln in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern agiert, zieht nach der Kommunalwahl vor einigen Monaten eine durchwachsene Zwischenbilanz.
Olympia-Bewerbung und externe Fördermittel als positives Signal
Die Bewerbung von Köln und der Rhein-Ruhr-Region um die Olympischen und Paralympischen Spiele, neue Fördermittel für Kölner Sportprojekte und zusätzliche Investitionen in die Sportinfrastruktur zeigen aus Sicht der Allianz, dass sich endlich wieder etwas bewegt. „Wir sehen erstmals seit Jahren wieder Bewegung im System. Fördergelder wie für das Waldbad Dünnwald und die Bezirkssportanlage
Ehrenfeld werden eingeworben, Olympia Rhein-Ruhr gewinnt an Kontur und der Sport verschafft sich Gehör. Das begrüßen wir ausdrücklich. Insbesondere die breite Zustimmung in den Bürgerbefragungen für Olympia und die Paralympics in Nordrhein-Westfalen und Köln ist ein starkes Signal für den Sportstandort Köln“, erklärt Peter Pfeifer von der Allianz Kölner Sport.
Investitionsbedarf bleibt gewaltig
Gleichzeitig macht die Allianz deutlich: Die positiven Impulse dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Nachholbedarf im Kölner Sport weiterhin enorm ist: „Wir werden sehr genau darauf achten, ob diesen Signalen auch dauerhaftes politisches Handeln folgt“, kündigt Pfeifer an. Zusätzliche Chancen sieht die Allianz im Landesprogramm „Moderne Sportstätten NRW“ sowie in den angekündigten Investitionen des Landes Nordrhein-Westfalen in die Deutsche Sporthochschule Köln.
Erwartungen an Haushaltsplanungen
Mit Blick auf die bevorstehenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/2028 richtet die Allianz
jedoch eine klare Botschaft an Politik und Verwaltung. Die Diskussion um millionenschwere Ausgaben für die Eröffnungsfeier des Schauspielhauses zeige, dass entgegen anderslautender Aussagen finanzielle Spielräume offenbar vorhanden sind, wenn politische Prioritäten entsprechend gesetzt würden. „Der Sport ist kein Randthema. Er ist Gesundheitsvorsorge, Inklusion, Integration, Bildung, Ehrenamt und gesellschaftlicher Zusammenhalt“, so die einhellige Ansicht von Stadtsportbund und Allianz. Der organisierte Sport bewegt jeden Tag Hunderttausende Menschen in dieser Stadt. Dieses Gewicht verdient eine entsprechende politische Priorität.
Die Allianz wird in den kommenden Wochen das Gespräch mit den Ratsfraktionen suchen, nicht als Lobbyisten, sondern als Partner dieser Stadt. Die Zeit der Absichtserklärungen ist vorbei — jetzt geht es um konkrete Entscheidungen im Haushalt. Die Allianz Kölner Sport wird die weitere Entwicklung konstruktiv, aber kritisch begleiten und die politischen Verantwortlichen an ihren Zusagen messen.



